Einnorden und Eingrenzen

aus dem schlauen Buch, dem Pfadfinder-Buch zum mitgestalten

Wenn wir nun eine Abbildung unserer Umgebung haben, sagen wir einmal eine vernünftige Landkarte, und wollen damit irgendetwas mache (z.B. herausfinden wo genau wir sind und wo wir als nächstes hinmüssen), so müssen wir als allererstes diese Karte mit der Realität in Deckung bringen. Das hat einen ganz einfachen Grund: Die Realität widerholt sich und verschieden Stellen auf der Welt ähneln sich. Daher ist es natürlich vollkommen nutzlos eine Gipfel anzupeilen wenn ich nicht weiß welcher es ist. Daher muß man immer zunächst das Gebiet in dem man sich befindet eingrenzen, z.B. auf einen Hügelkamm oder ein Tal. Das geht natürlich viel einfacher wenn man schon ungefähr weiß wo man ist, daher ist es wichtig regelmässig die eigene Position zu bestimmen und mitzuverfolgen. Auch die Fähigkeit so ungefähr Wegstrecken zu schätzen ist hier extrem praktisch. Nachdem man nun das Gebiet eingegrenzt hat in dem man sich befindet, muß die Karte auch noch gedreht werden bis sie mit der Realität übereinstimmt, das berühmte Einnorden. Bitte achtet darauf euch an der Nordrichtung der Karte (die meisten Karten sind mit einem Gitter versehen um das zu erleichtern) zu Orientieren, und nicht am Rand der Karte (oder noch schlimmer des Kartenblattes). Es ist nämlich nicht bei allen karten Norden "oben". Es gibt einen Unterschied zwischen dem Nord auf der Karte und dem auf dem Kompass! Magnetisch-Nord ist die Richtung in die die Kompassnadel zeigt, allerdings unterliegt diese Richtung zeitlichen oder örtlichen Veränderungen bzw. Störungen, und stimmt nicht exakt mit dem Norden der Karte überein. Daher müssen wir beim Einnorden auf die Nadelabweichung achten. In der topographischen Karte finden sich in der Kartenlegende Angaben zur Missweisung, die unter 5° jedoch vernachlässigt werden kann.


Nachdem dies alles gechafft ist könnt ihr nun anfangen tatsächlich mit der Karte zu Arbeiten. Dabei gilt es natürlich die Karte nicht im Eifer des Gefechtes zu verdrehen oder einen Hügelkamm weiterzurutschen. Aber keine Angst: das ganze geht nach ganz kurzer Zeit schnell und vollkommen automatisch.

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