Höhenmesser

aus dem schlauen Buch, dem Pfadfinder-Buch zum mitgestalten

Zumindestens in bergigen Gegenden ist der Höhenesser, oder auch Altimeter, neben Karte und Kompass eines der wichtigsten Orientierungswerkzeuge. Wie der Name schon sagt zeigt dieses Gerät die aktuelle Höhe über dem Meeresspiegel an und gibt dem Benutzer so zusammen mit einer Karte mit Höhenlinien einen weiteren Anhaltspunkt über die aktuelle Position. Gerade bei Bergwanderungen können sie auch schnell und zuverlässig eine Aussage über das Fortkommen machen, da dort häufig ohnehin nur in Höhenmetern gerechnet wird (Wieviele habe ich schon geschafft, wieviele fehlen noch). Das Prinzip der schneidenden Linien gilt auch beim Höhenmesser, daher wird er in flacherem Gelände schnell nutzlos.

Typen

Der klassische Höhenmesser (im Bild) ist ein mechanisches Barometer das den Luftdruck misst und so die Höhe ermittelt. Dies geht nur relativ, das bedeutet der Höhenmesser muss regelmäßig (im Tal, an Hütten etc) wieder korrekt eingestellt werden. Da es sich um ein Barometer handelt ist der Höhenmesser anfällig für Druckschwankungen wie sie z.B. von extremen Wetterlagen ausgelöst werden und zeigt dann falsche Werte. Dieser Umstand kann aber auch nützlich sein da man so unter Umständen ein aufziehendes Gewitter frühzeitig erkennen kann. Der Höhenmesser zeigt also bei schönem Wetter(Hochdruck) zu geringe Höhen an und bei schlechtem Wetter (Tiefdruck) zu hohe Höhenangaben. Mechanische Höhenmesser diesen Typs sind wegen der hohen nötigen Präzision relativ teuer, brauchen dafür aber keine Batterien und halten (bei entsprechender Sorgfalt) ein Leben lang.

Nach demselben Prinzip funktionieren auch Digitale Höhenmesser. Allerdings haben diese häufig die Möglichkeit den Höhenverlauf über die Zeit aufzuzeichenen sowie minima und maxima festzuhalten. Die Möglichkeit diese Geräte digital statt mechanisch zu kompensieren und zu kallibrieren macht sie häufig billiger als die klassischen Vertreter, und auch kleiner so dass sie z.B. in Armbanduhren eingebaut werden können. Vorsicht ist bei der Genauigkeit geboten: wie immer sagt die Anzahl der Kommastellen auf einem Display nicht notwendigerweise etwas über die Meßgenauigkeit aus!

Prinzipiell lässt sich die Höhe auch per GPS-Satellit absolut bestimmen, was den Vorteil hätte das kein Nachstellen an bekannten Orten mehr nötig ist, und dass das Gerät unabhängig von der Wetterlage ist. Im Moment ist die Genauigkeit des zivilen GPS-Signals aber noch nicht hoch genug um dies vernünftig nützen zu können, mache GPS-Geräte bieten diese Funktion aber trotzdem mit an.

'Persönliche Werkzeuge