Kreuzknoten

aus dem schlauen Buch, dem Pfadfinder-Buch zum mitgestalten

Der Kreuzknoten (auch "Weberknoten" und "Samariterknoten") ist sicherlich der einfachste Knoten zum Verbinden zweier Seile und häufig das erste was einem zum Thema "Knoten" einfällt, daher auch ganz gut geeignet, um in besagtes Thema einzutauchen :). Ansonsten ist der Kreuzknoten aber zu recht wenig zu gebrauchen, er ist nicht sehr sicher, senkt die Bruchlast des Seiles erheblich und wird häufig falsch (und damit noch unsicherer) gebunden. Gut verwendbar ist er sicherlich beim Einpacken von Geschenken oder zum Schuhe zubinden (in beiden Fällen mit einem oder beiden Enden auf Slip gelegt), ansonsten aber lieber Finger weg!


Knüpfen

Das Knüpfen dieses Knotens ist sehr einfach (aber bitte auf die Verwechslungsmöglichkeiten unten achten): es werden im Grunde nur zwei Überhandknoten übereinander geschlagen. Dabei ist darauf zu achten dass das lose Ende eines Seiles parallel zum laufenden den Knoten wieder verlässt und nicht seitlich absteht.

Hinweise

Der Kreuzknoten lässt sich auf Slip legen. Wenn das mit beiden losen Enden gemacht wird dann entsteht die "Schleife" die wir alle beim Schuhe zubinden verwenden. Auch hier ist es wieder wichtig den zweiten Schlag in die richtige Richtung zu machen. Wenn also bei manchem die Schnürsenkel häufig aufgehen, dann liegt es eventuell daran.

Es gibt zwei Möglichkeiten den Kreuzknoten falsch zu binden, diese werden leider häufig verwendet und machen den Knoten noch unsicherer als er ohnehin schon ist: Die diskriminierend als 'Hausfrauenknoten' bezeichnete Variante entsteht wenn man den zweiten Überhandknoten andersherum knüpft, dies ist daran zu erkennen dass die losen Enden nun seitlich aus dem Knoten stehen. Die zweite Variante ist der 'Diebesknoten' der ursprünglich zum Zubinden von Säcken verwendet wurde, um festzustellen ob sich Jemand daran zu schaffen gemacht hat, da der Knoten dem Kreuzknoten sehr ähnlich sieht und der Dieb vermutlich zum Verschließen wieder den (einfacheren) Kreuzknoten verwendet. Dabei wird bei einem der beiden Seile die Richtung gewechselt, also das lose mit dem laufenden Ende vertauscht.

Der Kreuzknoten nimmt es ganz besonders übel wenn man die losen Enden belastet, im schlimmsten Fall kann er "umkippen" und rutscht dann komplett durch.

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